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Ohne Regeln geht es nicht

 

Das Zusammenleben funktioniert nach Regeln, die von Allen akzeptiert werden können. Die Kinder sollen lernen zu unterscheiden, ob es sich um verhandelbare oder fixe Regeln handelt. Fixe Regeln sind dann notwendig, wenn es um Gesundheit und Sicherheit geht. Verhandelbar bedeutet, dass man auch neue Regelungen ausprobieren kann, es andere Lösungsmöglichkeiten gibt, die diskutierbar sind. Dann fühlt sich das Kind ernst genommen und wird auch die Notwendigkeit einer Regelung einsehen. Regeln bieten Sicherheit und Vertrauen im Alltagserleben des Kindes, Regelverletzungen müssen unangenehme Folgen haben, damit Kinder lernen damit umzugehen.

Kinder brauchen Vorbilder: Beziehen Sie Ihr Kind auch in Alltagstätigkeiten ein, so lernt es, dass sich auch die Eltern an Regeln halten. Das Kind übernimmt Gewohnheiten der Eltern und spiegelt deren Verhalten (z.B. Tischmanieren, Begrüßungsrituale, Ordnungsgewohnheiten und dergleichen). Verzichten Sie grundsätzlich auf körperliche Gewalt, Beschimpfungen und Bedrohungen bei Regelverstoß. Konsequenzen müssen sinnvoll und durchführbar sein, und tatsächlich eintreten, sonst sind sie wirkungslos. Beschränken Sie diese auf einen kurzen Zeitraum, so weiß das Kind, wenn ich mein Verhalten ändere, bekomme ich wieder mehr Freiraum.

 

Tipps zum Vorlesen

Hier möchten wir Ihnen nun ein paar Tipps geben, wie die Vorlesezeit mit Ihren Kindern für alle zum Erlebnis wird - und wie Sie und Ihr Kind die Freude daran behalten:

 

1. Ruhe:

Bitte achten Sie auf eine ruhige Atmosphäre. Leser suchen Ruhe, um sich ganz und gar auf die Geschichte und ihre inneren Bildern zu konzentrieren. Hier sind Orte, wie das gemütliche Sofa, die Betthöhle unter dem Kinderbett, der Lehn- oder Schaukelstuhl oder klassischerweise das Bett ideal, um sich aneinander zu kuscheln und gemeinsam in die Geschichte „abzutauchen“. Kein „nebenher“ geführtes Gespräch, keine aufdringliche Musik oder Radioprogramm, keine wildgewordene Rasselbande und schon gar kein Fernseher sollten stören.

 

2. Der richtige Moment:

Am besten ist es, jeden Tag zur selben Zeit vorzulesen. Abends vor dem Schlafengehen ist eine sehr gute Zeit zum Vorlesen. Da ist das Aneinanderkuscheln und Fantasieren am schönsten und lässt den Tag ruhig

ausklingen. Es kann und sollte zu einem festen Zubettgeh-Ritual werden, das Kinder brauchen, um sich auf das Schlafengehen einzustimmen. Aber auch nachmittags, nach dem Mittagessen, auf der gemütlichen Couch,

ist für alle ein schöner Moment der Entspannung und der Ruhe, bis es am Nachmittag wieder turbulenter zugeht. Wenn etwa ein jüngeres Kind noch einen regelmäßigen Mittagsschlaf hält, ist es für das ältere Kind eine Möglichkeit sich ebenfalls zu entspannen und neue Kräfte zu tanken. Und es stellt häufig auch eine willkommene Gelegenheit dar, im alltäglichen Abnabelungsprozess noch ein wenig Mama oder Papa „zu tanken“. Finden Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die Zeiten, wann es für Sie am besten passt. Hauptsache ist, dass es täglich statt findet, auch wenn es nur 20 Minuten sind. Häufig haben Kinder auch Lust einmal ganz spontan ein Buch zu lesen; nehmen Sie diese Anregung unbedingt auf. Die spontane „Vorlesestunde“ ist dann für alle Beteiligten am schönsten und Kinder genießen die Extra-Zeit und die Aufmerksamkeit, die ihnen damit geschenkt wird.

 

3. Freie Wahl des „Lesestoffs“:

Lassen Sie, wenn das Kind schon alt genug dafür ist (dazu muss es eigentlich nur deuten können) das Buch selbst auswählen. Je älter das Kind bereits ist, desto gezielter findet die Auswahl statt. Sie werden feststellen, dass Kinder Bücher für bestimmte Erlebnisse oder Stimmungen brauchen.

 

Lesen ist Abenteuer im Kopf!